Dez
13
Di
2022
Weihnachten? Ja bitte! @ Kleine Bühne
Dez 13 um 19:00

 

Weihnachten? Ja, bitte!

Am Abend des schwedischen Santa Lucia Festes freuen sich Karin Krug und die Familie Barritt, nach zweijähriger Pause wieder ihren traditionellen vorweihnachtlichen Abend zu präsentieren. Humorvolle, tiefsinnige Texte und mitreißende Musik stimmen mit Vorfreude aufs Fest der Liebe ein.

Eine Veranstaltung der Pasinger Fabrik GmbH

MUSIKALISCHE LESUNG
Di. 13.12.202″
19 Uhr
Kleine Bühne

Eintritt: 15,- €
Ermäßigt: 12,- €

Karten für diese Veranstaltung sind an der Kasse der Pasinger Fabrik, bei allen an MünchenTicket angeschlossenen Vorverkaufsstellen, sowie als Print-at-home-Tickets erhältlich.

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Bitte beachten Sie, dass beim Kauf von Tickets an externen Vorverkaufsstellen und im MünchenTicket-Webshop zusätzlich Gebühren anfallen können.

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Weitere Informationen zum Vorstellungsbesuch finden Sie auf unserer Service-Seite.

Dez
18
So
2022
Frau Holle & Die Rauhnächte @ Pasinger Fabrik, Kleine Bühne
Dez 18 um 20:00 – 21:00

Dieser Winter in der Pasinger Fabrik wird märchenhaft und mit den Geschichten Christopher Weidner (Die Stadtspürer) umso mystischer.

„Frau Holle und die Raunächte“

Wer kennt sie nicht, die betuliche ältere Dame aus dem gleichnamigen Grimmschen Märchen, die gute Frau Holle. Sie belohnt die Fleißige und bestraft die Faule. Doch was nicht jeder weiß: Diese gestrenge Alte hat viele Gesichter! Und sie ist beileibe nicht nur in den Kinder- und Hausmärchen zuhause. Auch in Süddeutschland treibt sie sich herum, dort wird sie die Perchta genannt. In ihrem Gefolge die wilden Perchten. Mit diesen zieht sie in jenen unheimlichen Nächten zwischen den Jahren, den Raunächten, durch die Lüfte, auf wilder Jagd.

In diesem Vortrag zeigt Christopher Weidner (Die Stadtspürer), wie durch die Sagen der Frau Holle und Perchta die Gestalt einer vorchristlichen Großen Göttin schimmert, die zu einer Dämonin verteufelt und in Märchen verniedlicht wurde – und doch die Verkörperung der Natur selbst ist. Und warum die Raunächte eine Zeit sind, in denen wir ihre ungebrochene Gegenwart besonders gut erspüren können.

Vor den Vorträgen empfehlen wir einen Besuch im Märchenwald im Hof der Pasinger Fabrik oder einen Besuch im Zusammenhang mit der Märchenoper „Hänsel & Gretel“.

Mehr Informationen zu den Stadtspürern „Mystisches München“ https://www.stadtspuerer.de/

Dez
30
Fr
2022
Dort, Wo der Wald am Dunkelsten Ist @ Pasinger Fabrik, Wagenhalle
Dez 30 um 19:00 – 20:00

Dieser Winter in der Pasinger Fabrik wird märchenhaft und mit den Geschichten Christopher Weidner (Die Stadtspürer) umso mystischer.

„Dort, wo der Wald am dunkelsten ist“ – Der Wald im Märchen der Gebrüder Grimm

Der Wald. Für den modernen Menschen ein Ort der Entspannung bei ausgedehnten Spaziergänge in frischer Luft – fürwahr, eine Wohltat! Doch wenn die Sonne hinter dem Horizont, dann zeigt der Wald ein anderes, uraltes Gesicht. Eines, das wir noch in den Märchen finden können. „Und komme nicht vom rechten Wege ab!“, lautet entsprechend der Rat der Mutter an Rotkäppchen. Der Wald ist ein Ort des Unheimlichen, er kann zu einem Irrgarten der Angst werden – oder zu einem Zauberwald der Verwandlung, denn wer die Abenteuer besteht, der kehrt als Held zurück.

In diesem Vortrag führt uns Christopher Weidner in den Wald als Symbol der Transformation. Er zeigt, welche archaische Bedeutung der Wald besitzt und warum seine Wirkung sich nicht nur auf Märchen und Sagen beschränkt, sondern auch uns Heutige noch erreichen und unsere Seele berühren kann.

Vor den Vorträgen empfehlen wir einen Besuch im Märchenwald im Hof der Pasinger Fabrik oder einen Besuch im Zusammenhang mit der Märchenoper „Hänsel & Gretel“.

Mehr Informationen zu den Stadtspürern „Mystisches München“ https://www.stadtspuerer.de/

Jan
21
Sa
2023
Ein Bericht für eine Akademie (Franz Kafka) @ Kleine Bühne
Jan 21 um 19:30 – 20:45

Martin Unterrainer liest:

Ein Bericht für eine Akademie

von Franz Kafka

Musikalische Begleitung:

Lisa Schöttl – Hackbrett – https://lisa-schoettl.de/

Veronika Schöttl – Bratsche – https://www.ensembleeden.de/home/veronika-schoettl/

Rotpeter wird von einer unbestimmten Akademie eingeladen, einen Bericht über sein äffisches Vorleben einzureichen. Stattdessen berichtet er über seinen unvollendeten und qualvollen, jedoch selbst gewählten Ausweg der Menschwerdung – über Anpassung, Trieb und über die unter Menschen verbreitete Sehnsucht nach dem Gefühl der Freiheit.

Szenischer Vortrag der monologhaften Erzählung „Ein Bericht für eine Akademie“ mit musikalischer Umrahmung.

Geschrieben hat Dr. Franz Kafka Ein Bericht für eine Akademie  (und einige kurze Fragmente dazu) im April 1917 in der Alchemistengasse in Prag in einer von seiner Schwester angemieteten Wohnung. In diese Arbeitswohnung zog er sich regelmäßig zum Schreiben zurück. Der Text wurde dann in der Monatszeitschrift „Der Jude“ von Martin Buber veröffentlicht. Die Reaktion der mit Kafka befreundeten oder bekannten Autoren war enthusiastisch, wobei Kafka auf diese Reaktionen – wie so oft – sehr zurückhaltend reagierte.

Kafkas Freund und späterer Nachlassverwalter Max Brod (dem wir zu verdanken haben, dass Kafkas Werk nicht wie von ihm gewünscht nach seinem frühen Tod mit nur 40 Jahren im Jahr 1924 vernichtet wurde) bezeichnete den Bericht als „genialste Satire auf die Assimilation, die je geschrieben worden ist“. Seine Frau Elsa Brod trug den Text im Rahmen einer Lesung vor und berichtete, sie habe sich während des Vortrags buchstäblich affenmäßig gefühlt, während der Lektüre Affenschweiss ausgeströmt und diesen selbst gerochen. Der Affe, so urteilt auch sie, sei ein Meisterwerk.

Neben ersten Auslegungen des Textes zur (religiösen) Assimilation kommt es später zu interpretatorisch verschiedenartigsten Akzentverschiebungen hin zu biographischen Bezügen sowie insbesondere auch zum Thema Freiheit und zu welchem Preis der Mensch bereit ist, sie für materiellen Erfolg und Sicherheit aufzugeben. Die rote Narbe im Gesicht und sein Hinken werden Rotpeter immer an die unumkehrbar aufgegebene Freiheit erinnern, in deren Genuss er zumindest bis zum Ende seines irdischen Lebens nicht mehr gelangen wird.

Franz Kafka hat sich zur Entstehung oder zum Hintergrund des Textes Ein Bericht für eine Akademie selbst nie geäußert. Er bleibt bis heute ein tiefgründiges Rätsel. Jeder und jede Interessierte ist eingeladen, es für sich selbst zu lösen. Das aktuelle Tagesgeschehen bietet uns ja einen unendlichen Fundus an Beispielen zur qualvollen Anpassung.

Eine Veranstaltung der Pasinger Fabrik GmbH

Musikalische Lesung
Sa. 21.01.2023
19:30 Uhr
Kleine Bühne
Eintritt: 14,-
Ermäßigt: 10,-