Ausstellungen

Die Pasinger Fabrik ist von Samstag, 14. März 2020, bis voraussichtlich Sonntag, 19. April 2020 vorübergehend geschlossen.

Sie leistet damit wie alle weiteren städtischen Kultureinrichtungen, die Treffpunkte zahlreicher Menschen sind, ihren Beitrag zur Eindämmung der Corona-Verbreitung.

 

Während der Schließzeit setzen wir unsere kulturellen Aktivitäten im Netz fort!

Bildbesprechungen:

Rolf-Maria Krückels – Syntethy: Bildbesprechungen

Virtuelle Vernissage GOTTFRIED PEER UEBERFELDT (1945 – 2014): LIVE FREE OR DIE

 

Live-Streams:

Virtuelle Lesung: Do., 9.4.2020, 20 Uhr:  Knud Fehlauer liest aus „Sommerhitze“ von Gottfried Peer Ueberfeldt

 

Allgemeine Informationen zu den Ausstellungen finden Sie hier

 

Mrz
6
Fr
2020
Rolf-Maria Krückels & Corinna Rösel: SYNTETHY @ Lichthof & Bar
Mrz 6 um 10:00 – Apr 19 um 23:00

Lichthof

A)           „Londons Burning“ , Gouache auf laminierten Tageszeitungen, 235*145 cm, 2017         

Die Arbeit „Londons Burning“ ist aus der Serie der „Feuerbilder“ (seit 2016) in der von Menschen verursachte Feuer die zu Katastrophen geworden sind. Verschiedene „Zustände“ des Feuers, z.B. als „Unfall“ wie beim Grenfell Tower in London 2017 oder als „Waffe“ wie bei brennenden Autoreifen im Gaza Streifen werden verarbeitet. Allen ist gemeinsam , dass durch das Feuer politische, soziale oder kulturelle Prozesse angeschoben worden sind.

 

B)           „Under Cover 1-3“, Gouache/Papier/Epoxy, 132*132 cm, 2018                                                                              

 

C)           „Middle East 1-4“, Tusche auf laminierten Tageszeitungen/Epoxy, 40*60 cm, 2019                                                                     

 

D)           „Syrische Schaufelkröte 1-3“, Tusche Papier/Epoxy, 24*34 cm, 2017                                                                   

 

E)            „Mandelblüte 1-3“, Tusche Papier/Epoxy, 35*41 cm, 2017/18

 

Die Serie „Under Cover“ (seit 2017)

(aus dem Buch Rolf-Maria Krückels „Under Cover“)

UnderCover handelt mit Schichten, Transparenz, Halb-Transparenz, Verdecken als Schutz, Verdecken als Verstecken, Geheimnissen, geheime Untersuchungen, visuelle Untersuchungen, Mehrschichtigkeit, Camouflage,

Verbergen, Vortäuschen, Illusion, Heimlichlichkeit, Verhüllung und mit jenseits der Worte Liegendem.

Das Trägermaterial für die Arbeiten „UnderCover“ sind laminierte Druckwerke wie Ausschnitte aus Tageszeitungen, Kassenbons und Fahrkarten, gesammelt beim Bereisen verschiedener Länder. Dieser „aktuelle Untergrund“ wird zum Hintergrund für Tuschezeichnungen zu Themen mit geografischem Bezug, beispielsweise Tiere und Pflanzen der Wüsten des mittleren Ostens.

Einige der Zeichnung erhielten zusätzlich einen Überguss aus transparentem, leicht farbigem Epoxidharz. Dies verleiht den Arbeiten den zeitspeichernden Charakter von Bernstein, ein Material welches von der Wissenschaft als Genpool vergangener Zeiten verstanden wird. Stoffliche Varianten gleichbleibender Motive – bespielsweise bei den Arbeiten Bufotes_balearicus_female und Tulip_agenensis zu beobachten – erzielen Änderungen im Kontext des zentralen Bildobjektes und beleuchten durch ihre Serialität unterschiedlich thematische Aspekte.

Die Arbeit „London Burning“ verbindet den historischen Stadtbrand Londons im Jahre 1666 mit dem Brand des Grenfell Towers 2017 und stellt Fragen zum Verhältnis von Gesellschaft und Architektur.

Ein weiterer Themenkomplex umfasst drei Portraits von Burkaträgerinnen. Die Kompositionen dieser Arbeiten widerlaufen westliche Sehgewohnheiten, der ornamentale Aufbau setzt die Portraitierte in das Zentrum des Bildes. Die den Umraum füllenden Zeichnungen spielen mit Klischeevorstellungen des „arabischen Ostens“; beispielsweise finden sich Fragmente europäischer Verhüllungen des 18. Jhr. wie Korsagen und auch Pflanzen des mittleren Ostens darunter, doch auch Widersprüchliches wie männliche Haremstänzer. Eine Basis dieser Arbeit liegt in den Theorien Edward Saids und seinem 1978 erschienen Buch „Orientalismus“, eine kritische Aufarbeitung des westlichen Blicks auf die Gesellschaften des Nahen Ostens

 

 

Wie eine Rhapsody eine freie Musikform ist, ist Syntethy eine freie Wahrnehmungsform. In ihr kulminieren verschiedene Möglichkeiten der Interaktion mit dem uns Umgebenden. Nicht nur das von außen an uns Herangetragene, auch das zwischen den Akteuren Interagierende ist Teil der Syntethy.

Sänger reagieren auf ein auf Tageszeitungen gemaltes Bild des brennenden Grenfell Towers in London; eine Tänzerin auf den Gesang; ein Zeichner auf die Tänzerin; die Sänger  auf das Bild, die Tänzerin und den Zeichner; die Tänzerin auf den Zeichner und die Sänger; der Zeichner auf den Gesang und die Tänzerin… Ein Netzwerk der Interaktionen. Nicht exemplarisch auf einer Bühne, sondern inmitten des Publikums als Teil des jetzt Wahrnehmbaren.

Gerahmt wird die Performance Syntethy durch Malereien von Rolf-Maria Krückels. In „Bernstein“ gegossene Natur, Tiere und Pflanzen des Nahen Ostens. Von verhüllten Gesichtern orientalischer Klischees bis zu phänotypisch adaptierten Barbies. Reinszenierungen von Werken westlicher Kunstgeschichte als Selbstdarstellung: der sterbende Seneca, Suzanna im Bade und Dürers Selbstbildnis als Leonardo.

 

Performance
Do. 5.3.2020
19 Uhr
Lichthof

Eintritt frei

URAUFFÜHRUNG DER PERFORMANCE

KOOPERATIONSPARTNER:
Impro-Ensemble des Pasinger Madrigalchores
Musikalische Leitung: Corinna Rösel
Tanz: Adele Diridollou, London.

 

 

VERNISSAGE
Do. 5.3.2020
19.30 Uhr

Ausstellung
6.3. – 19.4.2020
Tägl. 10 – 23 Uhr
Lichthof und Bar

Eintritt frei

Eine Veranstaltung der Pasinger Fabrik GmbH

Mrz
25
Mi
2020
VIRTUELLE VERNISSAGE: Gottfried Peer Ueberfeldt – Live Free or Die @ Galerie 1
Mrz 25 um 18:00 – Mai 3 um 23:00
VIRTUELLE VERNISSAGE: Gottfried Peer Ueberfeldt - Live Free or Die @ Galerie 1
KUNST TROTZ CORONAKRISE
Aufgrund der aktuellen Coronakrise sind unsere Ausstellungen bis zum
19.04.2020 geschlossen. Die am 18.03.2020 ausgefallene Vernissage
holen wir mit einer virtuellen Vernissage nach.
Diese virtuelle Vernissage zeigt einen Rundgang durch die Ausstellung, begleitet durch eine Einführung der Kurators Stefan-Maria Mittendorf.

GOTTFRIED PEER UEBERFELDT (1945 – 2014):

LIVE FREE OR DIE

EINE RETROSPEKTIVE

Mit drei Fotografien von Heide Stolz (1939 – 1985)
Kurator: Stefan-Maria Mittendorf

Virtuelle Vernissage: Mi, 25.03.2020

Galerien 1 – 3

Laufzeit: 19.03. – 03.05.2020

Geschlossen: 10., 12.04. und 01.05.2020

Öffnungszeiten Galerien 1 – 3: Di – So 16 – 20 Uhr

Eintritt: 4,00 Euro, ermäßigt 2,00 Euro

 

Die Arbeit des autodidaktischen Künstlers, Comic-Zeichners, Autors, Kunstkritikers und Filmemachers Gottfried Peer Ueberfeldt (1945 – 2014) kann nach seinem Umzug 1966 von Bonn nach München im Umkreis der hiesigen Avantgarde und als Assistent der Galerie Heiner Friedrichs als dauernde Suche nach einer Neudefinition sowohl der Rolle der Kunst als auch seiner eigenen Existenz betrachtet werden. Wie andere junge Künstler*innen der Nachkriegsgeneration auch – Ueberfeldt war 1967 in das Kelleratelier von Uwe Lausen gezogen und so auch mit Lausens Frau Heide Stolz komplizenhaft verbunden – stand er vor der Frage, in welche Richtung sich die zeitgenössische Darstellung bewegen sollte, nachdem ein mörderischer Krieg die moralische Legitimität Deutschlands zugrunde gerichtet hatte.

 

Die Ausstellung „Live free or die“ ist die erste Retrospektive von Ueberfeldts Werken seit seinem Tod 2014. Gezeigt wird eine repräsentative Auswahl von 75 schwarz-weißen sowie kolorierten Handzeichnungen, Siebdrucken, bearbeitete Kopien und der Film „Das vierte System“. Es sind auch drei Fotografien von Heide Stolz aus dem Jahr 1967 zu sehen, die Gottfried Peer Ueberfeldt in machohafter Geste bei einem Fotoshooting in einer Kiesgrube bei Aschhofen zeigen. Die Pigmentprints auf Barytpapier, kaschiert auf Aludibond hat DASMAXIMUM in Traunreut für die Ausstellung als Leihgaben zur Verfügung gestellt.

 

Am Anfang stehen Ueberfeldts großformatige Tuschezeichnungen, welche die Münchner Galerie Neuhaus 1969 als Debütausstellung des damals 24-Jährigen präsentierte. Die schwarz-weißen Federzeichnungen sind von einer kühlen Präzision, in denen technische Verfahren des Photographismus und der Architekturzeichnung vereinigt sind. Daraus entwickelte Ueberfeldt seinen eigenen Stil, dessen Herkunft aus Comic-Umsetzungen der Pop-Art und dem naturalistischen Photographismus unverkennbar ist, der aber auch die eigene, individuelle Note bekundet. Der 1967 von Ueberfeldt gezeichnete Comic-Strip „Holger von Ostgard“ wurde im selben Jahr der Münchner Ausstellung als Siebdruck Edition von der Galerie Peukert in Bonn herausgegeben. Zeitgleich zeichnete er für Regie, Darsteller und Mitarbeit am Drehbuch des Films „Das vierte System“ verantwortlich. Eine weitere Station von Ueberfeldts früher Karriere war die 1972 von der Galerie Leonhart in München ausgerichtete Ausstellung „Neue Epik“. Im zur Ausstellung erschienenen Katalog schrieb der Künstler: „Die Neue Epik unterscheidet sich trotz einiger formaler Übereinstimmungen grundlegend vom Neuen Realismus. Die Realisten beschränken sich in ihrer Darstellungsweise lediglich auf die Reproduktion der vordergründigsten Elemente von Realitäten. Die Neue Epik hingegen ist eine optische Erzählform und die subjektive Umsetzung aller möglicher Zeitströmungen. Sie propagiert Extremsituationen wie Krieg, Terror, Heldentum, Einsamkeit etc. aus einer optischen und emotionalen Faszination heraus, ohne die gesellschaftspolitische Relevanz zu berücksichtigen“. In Ueberfeldts feinschraffierten Handzeichnungen „Neue Epik“ zeigt sich ein ganz persönlicher Gestaltungs- und Aussagewille. Bezeichnend ist hier die Mischung von Realität und Entfremdung, oft von einem gewissen surrealen Effekt, der auch perspektivische Leer-Räume in die Bildwirkung genau kalkulierend einsetzt. Form und Inhalt werden bestimmt durch die Konfrontation von Fragmenten aus dem Arsenal historischer Bauten, Städtebilder und künstlerischer Landschaften wie Böcklins „Toteninsel“ mit solchen der Gewaltzeichen aus dem Arsenal der Kriegsmaschinerie (Soldaten, Panzer, Jagdbomber, Kanonen usw.). Dabei spielen für Ueberfeldt eine fast traumatische Rolle die Symbolfiguren des zweiten Weltkriegs. Aus der Distanz wird das herauspräparierte Heldentum vom Künstler surreal in Frage gestellt. Voller Lust am Untergang, fasziniert von Waffen und klaren Verhältnissen zwischen Männern, die miteinander schlafen, wenn es nichts mehr miteinander zu bekämpfen gibt, wartet Ueberfeldt auf eine Gesellschaft, die von einer neuen Elite regiert wird. In dieser Welt sieht sich der Künstler selbst als einsamen Todesengel Cocteauscher Prägung, in schwarzer Montur und schwarze Lederstiefel gekleidet, im Sessel vor der Vedute der amerikanischen Kleinstadt Savannah in Georgia sitzend, wie es in der Zeichnung „Selbstporträt vor Savannah, GA“ aus dem Jahr 1973 dargestellt ist. Ein Traumbild und Vision vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

 

1975 reiste Ueberfeldt in die USA nach Natchez im Bundesstaat Mississippi aus. Dort plante er zur 200-Jahrfeier das Projekt „Psychogramm einer amerikanischen Kleinstadt am Beispiel Natchez Miss.“. Mit diesem ambitionierten Vorhaben stellte Ueberfeldt eine Art Gegenperson und deutsch-europäische Antwort auf die Herausforderung des Pop-Art Künstlers Andy Warhol dar. Die in den USA entstandenen schwarz-weißen Handzeichnungen spiegeln das Lebensgefühl der „neuen Welt“. Der legendäre Road Movie „Easy Rider“ inspirierte den Künstler wiederholt für seine Bildfindungen. Er begann seine Zeichnungen mit Porträts von Peter Fonda, Harley-Davidson-Motorrädern, Rail-Cross-Zeichen und anderen Motiven aufzuladen. 1978 wurde Ueberfeldt zum ehrenamtlichen „Deputy Sheriff“ von Adams County ernannt. Das Projekt mit der Bilderserie „Psychogramm einer amerikanischen Kleinstadt…“ blieb allerdings unvollendet, da der Künstler aufgrund seines abgelaufenen Visums 1978 aus den USA ausgewiesen wurde. Nach einem Monat kehrte Ueberfeldt nach Natchez zurück und setzte seine künstlerische Arbeit fort. 1992 wurde Ueberfeldts letzte Ausstellung in St. Petersburg in Florida gezeigt, bevor er Amerika für immer verließ. 1995 zog der Künstler erneut nach München. Hier entdeckte er die Farbe und begann seine Zeichnungen zu kolorieren. Auch die kolorierte Fotokopie erarbeitete er sich mit eigenen Stilmitteln. Diese Arbeiten weisen einen hohen Grad an Fragmentierung auf und integrieren surreale Motive. Gequälte Kreaturen im Stil Hieronymus Boschs, Ueberfeldts Alter Ego, eine Totenmaske, die Zigarette an einer Kette, eine Überwachungskamera als motivische Referenz an George Orwells Roman „1984“ sowie das violette Eingangsportal zu einer Totenkapelle sampelt Ueberfeldt zu ortlosen und dystopischen Bildräumen. Man könnte Ueberfeldt als einen Künstler beschreiben, für den es zwar die ideale Zeit gab, aber den idealen Ort nicht. Jede Suche wurde ihm zur Sinnsuche; jeder Interessenkonflikt schnitt ihm ins eigene Fleisch. Sein eigentlicher Raum künstlerischen Schaffens war die Freiheit, und am Ende seines Lebens blieb er einsam mit dem Moment eines Knaben, der als fallender Krieger eine Erektion bekommt. Gottfried Peer Ueberfeldt starb am 14.02.2014 in München.

 

Text: Stefan-Maria Mittendorf M.A

 

Apr
21
Di
2020
Gottfried Peer Ueberfeldt (1945 – 2014): Live Free or Die @ Galerie 1 - 3
Apr 21 um 16:00 – Jun 5 um 20:00

© Gottfried Peer Ueberfeldt, O.T., Kolorierte Zeichnung, c. 2000

 

EINE RETROSPEKTIVE

Mit drei Fotografien von Heide Stolz (1939-1985)

 

Kurator: Stefan-Maria Mittendorf

Die Arbeit des autodidaktischen Künstlers, Comic-Zeichners, Autors, Kunstkritikers und Filmemachers Gottfried Peer Ueberfeldt (1945 – 2014) kann nach seinem Umzug 1966 nach München im Umkreis der hiesigen Avantgarde und als dauernde Suche nach der Neudefinition sowohl der Rolle der Kunst als auch seiner eigenen Existenz betrachtet werden. Wie andere junge Künstler*innen der Nachkriegsgeneration auch stand er vor der Frage, in welche Richtung sich die zeitgenössische Darstellung bewegen sollte, nachdem ein mörderischer Krieg die moralische Legitimität Deutschlands zugrunde gerichtet hatte.

Die Ausstellung „Live free or die“ ist die erste Retrospektive von Ueberfeldts Werken seit seinem Tod 2014. Gezeigt wird eine repräsentative Auswahl von 75 schwarz-weißen sowie kolorierten Handzeichnungen, bearbeitete Kopien und der Film „Das vierte System“. Ueberfeldts schraffierte Federzeichnungen sind von einer kühlen Präzision, in denen technische Verfahren des Photographismus und der Architekturzeichnung vereinigt sind. Daraus entwickelte der Künstler seinen eigenen Stil, dessen Herkunft aus Comic-Umsetzungen der Pop-Art und dem naturalistischen Photographismus unverkennbar ist, der aber auch die eigene, individuelle Note bekundet. Seit 1975 lebte der Künstler in Natchez, Mississippi in den USA. Die „neue Welt“ und der legendäre Road Movie „Easy Rider“ inspirierten ihn für seine Bildfindungen. Er begann seine Zeichnungen mit Porträts von Peter Fonda, Harley-Davidson-Motorrädern und Rail-Cross-Zeichen aufzuladen. Mit Ueberfeldts Umzug nach München 1995 setzte die Kolorierung der Zeichnungen ein. Diese Werke weisen einen hohen Grad an Fragmentierung auf und sind surreal aufgeladen. Gequälte Kreaturen im Stil Hieronymus Bosch`s, Ueberfeldts „alter ego“, eine Totenmaske, die Zigarette an einer Kette, eine Überwachungskamera sowie das violette Eingangsportal zu einer Totenkapelle sampelte der Künstler zu ortlosen und dystopischen Bildräumen. Gottfried Peer Ueberfeldt starb am 14.02.2014 in München.

 

 

Ausstellung
Voraussichtlich ab 21.4. – 3.5.2020
Galerien 1-3
Di – So 16.00 – 20.00 Uhr
Geschlossen: 1.5.2020

Eintritt: 4,- €
Ermäßigt: 2,- €

 


© Gottfried Peer Ueberfeldt, O.T., Rail Cross mit Peter Fonda, Zeichnung mit Rapidograph, 1979

 

 


Heide Stolz, O.T., aus einer Serie in der Kiesgrube Bruckmühl, 1967, DASMAXIMUM, © Nachlass Heide Stolz

 

Begleitprogramm:

Virtuelle Lesung
Do. 9.4.
20 Uhr

 „Sommerhitze“

Virtuelle Lesung „Sommerhitze“ in der Ausstellung „Live free or die“. Ein unvollendeter und unveröffentlichter Roman
Von Gottfried Peer Ueberfeldt. Gelesen von und mit Schauspieler Knud Fehlauer.

„Sommerhitze“ ist eine sehr persönliche Erzählung aus multiplen Perspektiven über das Lebensgefühl der amerikanischen Südstaaten, in deren Mittelpunkt die Figur Raphael als Uberfeldts Alter Ego steht. Im Genre eines Krimis analysiert der Autor seismographisch die gesellschaftlichen Mechanismen Amerikas weit vor Donald Trump.

Zum Livestream Sommerhitze

Knud Fehlauer

Eine Veranstaltung der Pasinger Fabrik GmbH

Apr
26
So
2020
VERNISSAGE: Beethovens Pastorale in Bildern @ Lichthof & Bar
Apr 26 um 18:00

Eine Ausstellung in fünf Sätzen

von Tobias Melle

Im Vorfeld der Konzertpremiere am 19. Mai zeigt der Pasinger Künstler Tobias Melle großformatige Finer-Art-Drucke seines aktuellen Projekts „Die Pastorale in Bildern“.

Die Schöpfung – wir wollen sie bewahren, und doch zerstören wir sie mit all unserem Tun. Beethoven legte in seiner Pastorale eine Tonspur, bei der im Geiste der Romantik die finsterste Bedrohung des ländlichen Idylls ein grollendes Sommergewitter ist. Auch ohne Musik transponiert seine Bilderserie diese intensiven Gefühle entlang der Beethovenschen Satzbezeichnungen in die Gegenwart: Neben der herrlichen Natur sehen wir den Menschen als entwurzelten Konsumenten, die Selbst-Zerstörung droht – doch wir sind alle Teil der Schöpfung. Kann am Ende der Mensch den Menschen vor sich selber retten?

Vielleicht – für jedes verkaufte Bild werden 50 Bäume mit www.plant-for-the-planet.org gepflanzt!

 

Vernissage
So. 26.4.2020
18 Uhr
Einführung: Boris Baginski

Ausstellung
27.4. – 17.5.2020
Tägl. 11 – 24 Uhr
Lichthof & Bar

Eintritt frei





Apr
27
Mo
2020
Beethovens Pastorale in Bildern @ Lichthof & Bar
Apr 27 um 11:00 – Mai 17 um 23:00

Eine Ausstellung in fünf Sätzen

von Tobias Melle

Im Vorfeld der Konzertpremiere am 19. Mai zeigt der Pasinger Künstler Tobias Melle großformatige Finer-Art-Drucke seines aktuellen Projekts „Die Pastorale in Bildern“.

Die Schöpfung – wir wollen sie bewahren, und doch zerstören wir sie mit all unserem Tun. Beethoven legte in seiner Pastorale eine Tonspur, bei der im Geiste der Romantik die finsterste Bedrohung des ländlichen Idylls ein grollendes Sommergewitter ist. Auch ohne Musik transponiert seine Bilderserie diese intensiven Gefühle entlang der Beethovenschen Satzbezeichnungen in die Gegenwart: Neben der herrlichen Natur sehen wir den Menschen als entwurzelten Konsumenten, die Selbst-Zerstörung droht – doch wir sind alle Teil der Schöpfung. Kann am Ende der Mensch den Menschen vor sich selber retten?

Vielleicht – für jedes verkaufte Bild werden 50 Bäume mit www.plant-for-the-planet.org gepflanzt!

 

Vernissage
So. 26.4.2020
18 Uhr
Einführung: Boris Baginski

Ausstellung
27.4. – 17.5.2020
Tägl. 11 – 24 Uhr
Lichthof & Bar

Eintritt frei