Social Distancing and Empty Spaces

Wann:
23. Oktober 2020 um 16:00 – 31. Januar 2021 um 20:00
2020-10-23T16:00:00+02:00
2021-01-31T20:00:00+01:00
Wo:
Galerie 1 - 3, Lichthof, Bar
Preis:
4,- / 2,-

Kultureller Shutdown

SOCIAL DISTANCING & EMPTY SPACES

Ein Ausstellungsprojekt der Pasinger Fabrik

Kuratoren: Thomas Linsmayer und Stefan-Maria Mittendorf

 

 

Die Ausstellung „Kultureller Shutdown: Social distancing & Empty spaces“ ist ein Projekt, das aus und in der Coronakrise entstand. In einem Open Call hat die Pasinger Fabrik Künstler*innen eingeladen, die ihre im Shutdown gemachten Erfahrungen in bildnerischen Darstellungen festgehalten haben. Es geht um das Bild der Pandemie in der zeitgenössischen Kunst. Die Auswahl der Kunstwerke ist international und transmedial (Film, Fotografie, Installation, Malerei, Zeichnung). Die Ausstellung ist nach den Themen Orte, Menschen und Zeichen gegliedert. Es wurden dafür 3 Preise ausgelobt.

 

Orte: Städte in aller Welt präsentieren sich während des Shutdowns als entvölkerte Geisterorte voller bizarrer Ästhetik und unbekannten Zauber. Es sind Bilder der Städte Kiew, Teheran, Kairo, Bombay, Rom, New York, London und Los Angeles zu sehen.


Foto: Ali Hadadi (1. Preis)

 

Menschen: Menschen in der Coronakrise sind beim Homeoffice, in Einsamkeit zu Hause, im Hinterhof beim Training sowie mit Abstand zueinander im öffentlichen Raum festgehalten. Völlig ungewohnte Lebenssituationen begegnen uns in ausdrucksstarken Bildern.

 

® Jana Madzigon, „Ivo“, aus der Fotoserie „Porträts mit A(n)bstand“, Wien 2020 (2. Preis)

 

Zeichen: Der Shutdown hat eine Flut von Hinweisen, Anordnungen und öffentlichen Bekanntmachungen hervorgebracht. An Hauswänden, Ladentüren und Spielplätzen begegnen uns eine Vielzahl von Hinweisen. Aber auch öffentliche Statements, Graffitis oder Mahnplakate künden von der Coronakrise.

Teilnehmende Künstler*innen: Orte: Ali Hadadi und Zohre Salimi (Teheran), Sergiy Kadulin (Kiew), N.N. (Kairo), John Rowe (London), Peter Zilahy (New York), Luigi Palumbo (Rom), Raquele del Nevo (Rom), Tapan Pandit (Bombay). Menschen: Piotr Armianovski (Ukraine), Alexander Chekmenev (Ukraine), Marlies Eberthäuser (Deutschland), Annette Hempfling (Deutschland), Jana Madzigon (Österreich), Oleskii Revika (Ukraine), Eileen Schäfer (Deutschland), Uli Winkler (Deutschland), Andreas Zingerle (Italien). Zeichen: Andrew Kravchenko (Ukraine), Ulrich Opitz (Deutschland), Bamazi Talle (Afrika), Denys Tsybulko (Ukraine), Francis Dreis (Los Angeles)

  1. Preis: Ali Hadadi und Zohre Salimi (Teheran)
  2. Preis: Jana Madzigon (Österreich)
  3. Ulrich Opitz (Deutschland)

 

„Belebtes Tal“ – Eine Installation zur Wiederbelebung des öffentlichen Raumes

Galerie 3: 21.10. – 29.11.2020

Multimediale Installation von Lukas Taido und Phil Max Schöll nach einem Projekt von Markus Uhrig, Kurator: Elmar Zorn

Die Strassen und Plätze Münchens waren wochenlang unbelebt und entleert. Wie könnte man in einer Zeit nach Corona die Stadt unter verbesserten, menschwürdigeren Umständen wiederbeleben? Am Beispiel des Tals zeigen der Architekt Markus Uhrig und der Künstler Lukas Taido in einer multimedialen Installation denkbare Lösungen auf.

Die für dieses Projekt vom Medienkünstler Taido mittels Projektionen auf ein Modell der Fassaden und Türme des Tals konzipierte Präsentation wird in Form einer von ihm gemeinsam mit dem visuellen Gestalter und Videokünstler Phil Max Schöll entwickelten Audio-/Videoskulptur im Rahmen der Ausstellung gezeigt.

Entgegen dem hektischen Treiben in den Fussgängerzonen soll eine abwechslungsreiche Gestaltung diesen Bereich entschleunigen. Wasser und Begrünung tragen dabei zur Verbesserung des Kleinklimas bei. Das was den Menschen durch die autogerechte Stadt genommen wurde, wird ihnen wieder zurückgegeben. Die Post-Corona-Zeit bietet dafür neue Chancen.

 

Sonderausstellung „München im Shutdown“

Lichthof & Bar: 23.09. – 29.11.2020, täglich 10.00-23.00 Uhr, Eintritt frei

Die große Leere traf auch München im Frühling 2020 mit der gleichen Intensität wie weltweilt Städte urplötzlich entvölkert und menschenleer erschienen. Die sonst so belebten Innenstadt-Straßen und -Plätze entwickelten in ihrer Vereinsamung eine Ruhe und Ästhetik, die acht Fotografen in ergreifenden Bildern festgehalten haben. Die vertrauten Orte haben sich in schweigsame und in ihrer Schönheit betörende Kunstwelten verwandelt.

Teilnehmende Fotografinnen und Fotografen:  Annette Hempfling, Susa Hummel, Max Ott, Anne Schmidt, Michael Steiner, Franz Sussbauer, Ralf Temporale, Cornelia Ulrich


Foto: Annette Hempfling

 

BEGLEITPROGRAMM:

Fr. 23.10.2020 19.00 Uhr Diskussionsveranstaltung „Belebtes Tal“
Die Veranstaltung muss leider corona-bedingt entfallen!

Bei einer die Präsentation begleitenden Vorführung des Projekts durch Markus Uhrig und des Modells durch Lukas Taido diskutieren im Anschluss in einem Round Table folgende Teilnehmer über die denkbaren Maßnahmen – wie etwa die teilweise Öffnung der Stadtbäche, in der Moderation des Münchner Architekturkritikers und Publizisten Wolfgang Jean Stock:

  • Dr. Elisabeth Merk, Stadtbaurätin der Landeshauptstadt München
  • Wolfgang Fischer, CityPartnerMünchen
  • Jochen Boberg, em. Direktor Museumsdienste Senat Berlin und em. Vorstand des Kunstvereins München
  • Rolf Külz-Mackenzie, Berlin, em. Stadtplaner in München
  • Lukas Taido, in München aufgewachsener Künstler aus Berlin.

Galerie 1, coronabedingt max. 25 Besucher, Eintritt frei, Anmeldung unter t.linsmayer@pasinger-fabrik.com

 

Sa. 24.10.2020 9.00-16.00 IETM – ON THE ROAD, Internationales Netzwerktreffen der freien Theaterszene nach und in Coronazeiten, Veranstalter: Meta-Theater in Kooperation mit IETM Brüssel

Auf welchem Weg befinden sich die Freien Darstellenden Künste eigentlich gerade? Die Pandemie hat nicht nur die systemische Verwundbarkeit der freien darstellenden Künste grell ausgeleuchtet, sondern auch grenzüberschreitende Kooperationen erschwert und teils unmöglich gemacht.

Wie gehen freien darstellende Künstler*innen mit den Herausforderungen um? Wie soll Europa gestaltet werden, wie nachhaltig muss Kunst produziert und rezipiert werden, wie kann die gesellschaftliche Rolle während einer Pandemie Aufrecht erhalten werden?

Die Teilnahme ist kostenfrei und auch für nicht-IETM-Mitglieder möglich. Eine Registrierung ist notwendig unter www.ietm.org. Bei Fragen: on-the-road@meta-theater.com.

Pasinger Fabrik, Wagenhalle


 

Corona-Dialog I.:

Gesprächsführung Galerie 2

Di, 03.11.2020 19.30 Uhr Kurator Stefan-Maria Mittendorf im Gespräch mit der in Wien lebenden Fotografin Jana Madzigon. Von der Künstlerin wird in der Ausstellung die Fotoserie „Porträts mit A(n)bstand“ gezeigt. Während des Lockdowns hat Madzigon Bekannte, Freund*innen und Stammgäste des legendären Wiener Tanzcafés Jenseits porträtiert. Kurze Bildtexte schildern die sehr persönliche Corona-Situation der Protagonisten.

Eintritt: 5,00 € erm. 3,00 €; coronabedingt maximale Teilnehmerzahl: 15 Personen

Anmeldung unter s.mittendorf@pasinger-fabrik.com

 

 

Corona-Dialog II:

Buchvorstellung Galerie 2

Mi, 18.11.2020 20 Uhr Buchvorstellung „Zwölf Jahreszeiten der Frau“ und Gespräch über den kulturellen Shutdown in der Ukraine mit der Autorin Kseniya Fuchs und Regisseurin des Films „The Forgotten“ Daria Onyshchenko. Moderation: Viktoriya Mykhaylova, Kulturmanagerin

Eintritt: frei. Coronabedingt maximale Teilnehmerzahl (Bestuhlung): 25 Personen

Anmeldung unter iryna.shum@mfa.gov.ua
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Generalkonsulat der Ukraine München und im Rahmen der Ukrainischen Wochen in Bayern

 

 

Corona-Dialog III.:

Lesung Galerie  2

Di, 24.11.2020 20 Uhr Der Schauspieler Knud Fehlauer liest aus dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann.
Infolge der Coronapandemie wurden die größten Grundrechtseinschränkungen seit dem Zweiten Weltkrieg durchgesetzt. Anfänglich wurden die staatlichen Maßnahmen hingenommen und befolgt.
Heinrich Mann erzählt in dem 1918 erschienenen Roman „Der Untertan“ mit viel Ironie die Lebensgeschichte des fiktiven Opportunisten Diedrich Heßling. Dieser verkörpert in der wilhelminischen Gesellschaft einen bestimmten Typ: er ist feige, ohne Zivilcourage, Mitläufer und Konformist. Die Geschichte skizziert gleichfalls eine Persönlichkeit, die sich freudig höheren politischen Gewalten unterordnet und somit von brisanter Aktualität ist.

Eintritt: 10,00 €. erm. 8,00 €; Coronabedingt maximale Teilnehmerzahl (Bestuhlung): 25 Personen

Anmeldung unter s.mittendorf@pasinger-fabrik.com

 

 

 

 

Vernissage
Mi. 21.10.2020
19 Uhr
„Softvernissage“, Einlass coronabedingt nur für jeweils 50 Besucher ab 19.00 Uhr

ZUR VERNISSAGE SPIELT MULO FRANCEL (Saxophon)

 

Ausstellung
verlängert bis 31.1.2021
Galerie 1-3

 

Sonderausstellung Lichthof
ab 23.09.2020
„München im Shutdown“
„Softvernissage“, Einlass coronabedingt nur für jeweils 25 Besucher ab 19.00 Uhr

 

Öffnungszeiten
Di – So, 16 – 20 Uhr
Lichthof & Bar täglich 10 – 22 Uhr

Eintritt: 4,- €
Ermäßigt 2,- €