FRANKENSTEIN

Wann:
5. März 2020 um 20:00 – 22:00
2020-03-05T20:00:00+01:00
2020-03-05T22:00:00+01:00
Wo:
theater VIEL LÄRM UM NICHTS
August-Exter-Str. 1
81245 München
Kontakt:

Keine Vorstellungen am 12., 13. und 14. März

Uraufführung 16. Januar 2020 | 20 Uhr

Vorstellungen bis 28. März
jeweils DO, FR, SA | 20 Uhr

Frankenstein
nach dem Roman von Mary Shelley

Viktor will wissen. Ist hochintelligent und extrem neugierig. Irgendwann besessen von der Idee, Totes zum Leben zu erwecken. Als es ihm (er ist inzwischen Student in Ingolstadt) schließlich gelingt, seine »Komposition« ins Leben zu befördern, packt ihn das Grausen: Was er sieht, ist das abgrundhässliche Zerrbild eines Menschen. Eine Katastrophe. Angeekelt überlässt er »das Monster« sich selbst – in der Hoffnung auf sein baldiges Verenden; flüchtet sich in Krankheit, lässt sich vom besten Freund gesundpflegen und verdrängt das Ganze. Bis Horrornachrichten aus der Heimat kommen: sein kleiner Bruder wurde ermordet, der Mord einem Hausmädchen angedichtet. Viktor meint den Mörder zu kennen…

Der wohlbehütete Spross einer angesehenen Genfer Familie und seine Kreatur, die einsamste Gestalt, die je die Welt durchstreifte: Ihre Begegnung – passenderweise auf dem »Mer de Glace« am Mont Blanc – steht im Zentrum. Das Geschöpf, seinem Schöpfer in jeder Hinsicht überlegen (insofern war Viktors Grenzüberschreitung – außer in ästhetischer Hinsicht – von Erfolg gekrönt), dessen kurzes Leben ein einziger Schrei nach menschlicher Nähe ist; und der sich isolierende Wissenschaftler, der Gott spielt, aber keine Verantwortung übernimmt für das Geschaffene: Sie treffen eine Vereinbarung.

Am Ende, vereint in Hass und Rachsucht, einer des anderen »Schatten«, liefern sie sich einen Showdown auf brüchigem Eis in den Wüsten des arktischen Ozeans. Die obsessive Jagd mündet jedoch nicht in den von Viktor so ersehnten Kampf Mann gegen Mann…

Alles wirkliche Leben ist Begegnung. Martin Buber

Markus Beisl | Judith Bopp | Arno Friedrich
Patricia Ivanauskas | Sven Schöcker | Daniel Wittmann

Regie Andreas Seyferth Übersetzung/Fassung Margrit Carls Raum + Videos Peter Schultze Kostüm Johannes Schrödl Klangdesign Axel Nitz Lichtdesign Jo Hübner Technik Max Reitmayer/Bogdan Domanskyy