22 Jahre Münchens Kleinstes Opernhaus

Wann:
31. August 2019 ganztägig
2019-08-31T00:00:00+02:00
2019-09-01T00:00:00+02:00

Oper – das ist in Pasing nicht das abgehobene Zelebrieren von Hochkultur. Hier ist Oper mitreißendes, unmittelbares und höchst intensives Musiktheater. Der Zuschauer ist Teil der Bühne sowie der gesamten Inszenierung. Sänger und Musiker werden hautnah erlebt. Kein Orchestergraben trennt den Zuschauerraum von der Bühne. Man nimmt entspannt an Bistrotischen Platz und lässt sich bewirten – eine Lockerheit, die sich immer auch auf das Spiel der Sänger und des Orchesters überträgt.

Alle Opern und Operetten werden in einer eigens für Münchens Kleinstes Opernhaus erstellten Fassung gespielt. Gesungen wird grundsätzlich auf Deutsch, schließlich soll man sich in die Emotionen und Konflikte der komischen und tragischen Stücke hinein fühlen können. Größten Wert legen wir auf die musikalische Gestalt unserer Opern. Völlig neu erstellte Arrangements sind der Garant dafür, dass die klassischen Meisterwerke auch in reduzierter Form im vergleichsweise kleinen Raum nichts von ihrer Durchschlagskraft und Genialität verlieren.

Mit Regelmäßigkeit und Beharrlichkeit hat sich das kleinste Opernhaus Münchens das Herz des Publikums erspielt. Hier gibt es weder Regietheaterexzesse noch altbacken verstaubtes Rampentheater. Im Vordergrund steht die Geschichte, die mit Spielfreude, Witz und Verve auf die Bühne gebracht wird. Damit hat sich die Pasinger Fabrik als echte Alternative zu den arrivierten großen Häusern in München etabliert. Münchens Kleinstes Opernhaus ist Münchens einziges städtisches Musiktheater.

Mit enormen Enthusiasmus und Engagement haben sich alle bisherigen Chefdirigenten von Münchens Kleinstem Opernhaus – Hartmut Zöbeley, Carlos Domínguez-Nieto, Martin Hannus und aktuell Andreas Pascal Heinzmann – ihrer Aufgabe gewidmet und so die Entwicklung des Hauses sowie das Gelingen der Vorstellungen in hohem Maße mitgeprägt. Durch das langjährige, kontinuierliche Zusammenspiel entwickelte sich das Orchester des kleinsten Opernhauses Münchens zu einem geschlossenen Klangkörper mit ganz eigener Spielkultur. Dieses Ensemble besteht aus Profimusikern, die teils in anderen Orchestern engagiert sind, teils in der freien Szene arbeiten. Viele der Gesangssolisten an Münchens Kleinstem Opernhaus sind junge Talente, die die Pasinger Opernproduktionen als Sprungbrett für eine große Karriere erleben. Etliche haben aber auch bereits feste Engagements an größeren Häusern und nutzen die konzentrierten Spielzeiten in Pasing für einen Abstecher in weniger ausgetretene Opernpfade und die Möglichkeit, im kleinen Haus große Rollen zu singen.

Opernzeit ist in der Pasinger Fabrik zweimal im Jahr: Im Sommer von Juni bis August und im Winter von Dezember bis Februar. Die Vorstellungen finden traditionell in der Wagenhalle statt, dem größten Theatersaal der Pasinger Fabrik mit Sitzplätzen für bis zu 170 Personen je nach Bühnenform und Bestuhlung. Im Sommer gastiert Münchens Kleinstes Opernhaus für eine kurze Aufführungsserie im Innenhof von Schloss Blutenburg, der vor allem durch Agnes Bernauer berühmt gewordenen, mittelalterlichen Residenz der bayerischen Herzöge. Die hervorragende Akustik des romantischen Hofes ermöglicht es, auch unter freiem Himmel auf eine elektrische Verstärkung der Musik zu verzichten. Gibt es etwas Schöneres als sich in lauen Sommernächten vor malerischer Kulisse von den Klängen Mozarts, Dvořáks, Verdis oder Puccinis umschmeicheln zu lassen? Der alljährliche Ansturm auf die Karten deutet jedenfalls darauf hin, dass sich unser Publikum unter freiem Himmel dem Siebten Himmel nah fühlt.

Seit 22 Jahren ist Münchens Kleinstes Opernhaus in der Pasinger Fabrik durch seine Opernproduktionen in „unkonventionellen, unverkrampften und publikumsnahen Inszenierungen auf hohem sängerischem Niveau“ (Focus) bekannt. Das Repertoire reicht von Mozarts „Don Giovanni“, über Johann Strauß’ „Die Fledermaus“ und Verdis „La Traviata“ unD „Luisa Miller“ bis hin zu Puccinis „Tosca“. Das Publikum freut sich also auf Werke, die es kennt und dennoch so noch nie erlebt hat! Neben zahlreichen Klassikern der Opern- und Operettenliteratur zeigt Münchens Kleinstes Opernhaus auch Crossoverprojekte experimenteller Natur, in denen zeitgenössischer Tanz mit klassischer Musik eine einzigartige Verknüpfung erfährt. Zudem werden die Opernproduktionen immer wieder in einer speziellen Fassung für Kinder auf die Bühne gebracht. Das kleine Ensemble ermöglicht eine Flexibilität in Sachen Stücklänge; diverse Opern-Medleys und Arienabende gehören ebenfalls zum Programm. Die Oper im Mini-Format kann nicht nur beispielsweise für Firmenausflüge gebucht werden, sie kommt bei Bedarf auch zu Ihnen. Sprechen Sie uns gerne an und wir bieten Ihnen einen maßgeschneiderten Musiktheatergenuss für Ihre Veranstaltung.

 

Fotos: Hagen Schnauss, StefanWeberPhotoArt, Benedikt Haack